PATRONATSFEST DER MALER IN DUDELANGE

Photo Raymond Schmit

Alain Kutten hatte in seiner Funktion als Präsident der luxemburger Malerinnung alle Verbandsmitglieder und Ehrengäste zur Feier ihres Schutzpatrons, des heiligen Lukas, nach Düdelingen eingeladen.

Als erstes stand ein Besuch der Ausstellung „The Bitter Years“ von Edward Steichen auf dem Programm.Die zahlreich erschienenen Gäste folgten mit großer Aufmerksamkeit den Erklärungen von Vera Langers und Debby Schott, die die Besucher mit viel Sachkenntnis durch die Ausstellung im ehemaligen Wasserturm im Schmelzviertel führten.

Beim anschliessenden Empfang im Gemeindehaus erinnerte Präsident Alain Kutten daran, dass der Grundstein für den Anstreicher- und Glasermeisterverband 1900 im damaligen Hotel Brosius, dem späteren Restaurant Pôle Nord, gelegt wurde. Die Hauptziele bei der Gründung waren die Stärkung der materiellen, moralischen und sozialen Stellung des Handwerkerverbandes, die Kräftigung des Standesbewusstseins, die Vervollkommnung der beruflichen Ausbildung sowie die Bekämpfung des unlauteren Wettbewerbs, wie in den Satzungen festgehalten wurde. Daneben sollten auch die Kollegialität und die Solidarität unter den Mitgliedern gefördert werden.

Alsdann ging der Präsident auf die diversen Probleme der Malerbetriebe im Allgemeinen ein um dann aber hauptsächlich über die Winterzeit zu sprechen, welche eine extrem schwierige Periode mit wetterbedingt geringerer Arbeitsauslastung für den Maler darstellt, was wiederum zu Existenzproblemen bei den Betrieben bis hin zu Entlassungen führen kann. Weil es den Betrieben nicht erlaubt ist, in den Frühlings-, Sommer- und Herbstmonaten durch Überstunden ein Reservepolster

zu schaffen, d.h. „unbezahlte“ Überstunden, die in den Wintermonaten abgefeiert werden könnten, seien immer mehr Betriebe den Weg der Einstellung von Leiharbeitern oder von zeitlich begrenzten Arbeitsverträgen gegangen, um Entlassungen während der Winterzeit vorzubeugen.Hier müssten die Gewerkschaften unbedingt ihre sture Haltung überdenken damit man wieder zu festen Arbeitsverträgen zurückkommen würde und so neue Arbeitsplätze geschaffen würden.

Der Düdelinger Bürgermeister Alex Bodry und der erste Schöffe Dan Biancalana begrüßten die Malermeister zu einem Ehrenwein im Festsaal des Rathauses.In seiner Ansprache stellte Alex Bodry die Stadt Düdelingen vor, die 1210 erstmals urkundlich erwähnt wurde. Er machte auch darauf aufmerksam, dass die Stadt, die heute knapp 20 000 Einwohner zählt, in den vergangenen 20 Jahren eine dynamische Entwicklung kannte.Alsdann sprach er vom wichtigen Beitrag des luxemburgischen Handwerks, nicht nur zum Wohle seiner Gemeinde, sondern auch zum Wohle der gesamten nationalen Wirtschaft um zum Schluss die zahlreichen Projekte, die zurzeit das Bild der Stadt prägen, zu erörtern.

Romain Schmit, der Direktor der Handwerkerförderation,wies darauf hin, dass in 2012 vom Mittelstand 3 000 neue Arbeitsplätze geschaffen wurden. Trotzdem sei die Arbeitslosigkeit im Land immer noch auf dem Vormarsch. Die Politik forderte er auf bei der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit neue Wege zu beschreiten und appellierte an die neu zu bildende Regierung, alles zu tun, um den wirtschaftlichen Stillstand zu verhindern. In Bezug auf die längSt überfällige « Simplifivation Administrative » bemerkte Romain Schmit schmunzelnd, dass es vielleicht besser wäre in den nächsten 5 Jahren keine neuen Gesetze zu schreiben sondern die alten auf ihre Kompatibilität zu überprüfen.

Bei einem Abendessen im Restaurant „Parc Le’h“ tauschten die Handwerkermeister ihre Erfahrungen aus und ließen den Abend gemütlich ausklingen.

Photo Raymond Schmit
Photo: Raymond SCHMIT
DANKE
Wir möchten uns bei den Lieferanten bedanken, welche sich spontan bereit erklärten die Tischgetränke zu übernehmen. Es sind dies:
ARDEX, BRILLUX, CAPAROL MEG, ROBIN, SIKKENS, STEINHÄUSER und WÄSSA&SCHUSTER

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